Ein Blick in die Geschichte
Aus der ursprünglichen Vogtei des Klosters Disentis (bis 1240) und der darauffolgenden Reichsvogtei entstand mit der Erlangung der Reichsunmittelbarkeit von König Wenzel anno 1382 eine souveräne Talgemeinde. Mit dem 1410 mit dem Lande Uri abgeschlossenen ewigen Landrecht unterstand Ursern jedoch in den Bereichen Aussenpolitik und Strafrecht dessen Oberhoheit.
Im 19. Jahrhundert trat die Korporation die Nachfolge der Talgemeinde an. Ihr obliegt nicht nur die Verwaltung des ausgedehnten Grundbesitzes. Mit ihrer vielfältigen Tätigkeit zum Wohl des ganzen Tales wie Mitfinanzierung von Aufforstungen und Lawinenverbau, touristischen Anlagen, Förderung von Alp- und Landwirtschaft, Kultur und Bildungswesen und schliesslich mit der Sicherstellung der Stromversorgung durch ihre eigenen Kraftwerke (EW Ursern) verkörpert die Korporation Ursern heute noch weit mehr als eine Organisation privater Allmendgenossen.


